Jahreskonzert in der Baulandhalle Stadt- und Feuerwehrkapelle Osterburken sorgte für echte Begeisterung / Ehrungen verdienter Mitglieder

 „Langjährige Musiker sind das Herzstück“

 29. November 2019 Autor: Helmut Frodl

 

Melodien aus verschiedenen Epochen kennzeichneten das Jahreskonzert der Stadt- und Feuerwehrkapelle in Osterburken. © Helmut Frodl

Die Vielfalt der modernen konzertanten Blasmusik präsentierte die Stadt- und Feuerwehrkapelle Osterburken unter Stabführung ihres Dirigenten Edgar Adelsheim in der Baulandhalle.

 

Osterburken. Vom Konzertmarsch über die Polka bis hin zu Programm-Musikstücken aus verschiedenen Epochen der Musikgeschichte präsentierte die Stadt - und Feuerwehrkapelle ihr Repertoire beim Konzert, zu dem erneut viele Besucher gekommen waren.

Publikum begeistert

Im Verlauf des fast dreistündigen abwechslungsreichen Konzertes wurden aktive Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein sowohl durch Vorsitzende Patricia Dörr als auch durch den Vorsitzenden des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland geehrt. Durch das abwechslungsreiche und kurzweilige Programm führte, wie immer kompetent und informativ, Musikerin Sigrid Albrecht. Am Ende des Konzertes gab es lang anhaltenden Beifall des begeisterten Publikums.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende gelang der Musikkapelle mit dem von Kurt Gäble komponierten Konzertmarsch „Salemonia“ der perfekte Einstieg in das musikalische Programm. Wie Sigrid Albrecht sagte, eröffnen die fünf Salemer Musikvereine traditionell das seit 1980 am ersten Sommerferienwochenende in Salem stattfindende Seenachtsfest.

Beim zweiten Musikstück nahmen die Musiker die Besucher mit nach Marienbad der „Perle des Kaiserwaldes“, wie es Johann Wolfgang von Goethe einmal nannte. Der tschechische Komponist Petr Hapka hat seine „Music for the Fountain“ für diesen weltberühmten Badeort geschrieben. Gedanklich waren die Besucher dann im Kurpark in Marienbad, als sie dieses perfekt gespielte Stück hörten, wobei Patricia Dörr an der Oboe glänzte. Die musikalische Reise ging weiter ins Nachbarland Österreich, wo die Musiker den von Walzerkönig Johann Strauß Sohn geschriebenen und sehr beliebten Walzer „Rosen aus dem Süden“ spielten und die Polka „Böhmische Liebe“, von Mathias Rauch folgen ließen, der innerhalb kürzester Zeit die Herzen der Blasmusikfans eroberte.

Vorsitzende Patricia Dörr sagte in ihrer Ansprache zu den anschließenden Mitgliederehrungen, dass sie diesen feierlichen Rahmen des heutigen Konzertabends nutzen wollte, um langjährige, verdiente Musiker des Vereins zu ehren. „Sie sind das Herzstück des Vereins“, hob sie hervor. Zuerst wurden fünf Jungmusiker ausgezeichnet, die das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber erfolgreich ablegten. Dies waren Marius Zemmel (Bronze) Lena Albrecht, Miriam Ehrenfried, Lara Bischoff und Jonas Zemmel (alle Silber). Die Vorsitzende gratulierte zu dieser besonderen Leistung. Tanja Gehrig wurde mit einer Ehrenurkunde sowie einem Präsent für ihre 15-jährige Mitgliedschaft geehrt wie auch Tobias Letzgus und Dieter Horn, die beide dem Musikverein schon seit 20 Jahren angehören.

Aktives Engagement

Für ihr aktives Engagement wurde Gaby Kromer für ihre 30-jährige Zugehörigkeit zum Verein und Christian Bernhard für 35 Jahre ausgezeichnet. Die Verbandsehrungen nahm der Vorsitzende des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland, Herbert Münkel (Schloßau) vor. Mit der silbernen Ehrennadel des Verbandes wurde Andreas Letzgus für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Michael Schenk, der seit 40 Jahren der Kapelle angehört, wurde mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Münkel würdigte die Verdienste der beiden geehrten Musiker und wünschte sich, dass sie noch lange der Stadt- und Feuerwehrkapelle ihre Treue halten. Mit dem Musikstück „Aztekenfeuer“ des Komponisten Jay Bocook entführten die Musiker die Besucher nach Südamerika und brachten mit diesem schwungvoll gespielten Stück südamerikanische Rhythmen in die Baulandhalle.

Ein besonderer musikalischer Leckerbissen war die Präsentation des Stückes „Gentlemen of Music, mit den drei Stücken „Help Yourself“ und „Delilah“ beide von Tom Jones und „Song Sung Blue“ von Neil Diamond. Eric Morena hatte diese drei Songs der beiden Gentlemen sowohl fetzig als auch sehr einfühlsam für Blasorchester arrangiert.

Nach einer wohlverdienten Pause folgte danach eine musikalische Burgführung von Allymes „Castrum Alemorum“ in Frankreich. Wie kein anderer kombiniert der holländische Komponist Jacob de Haan wunderschöne Melodien mit rhythmischen Abschnitten sowie moderne Klänge mit an die Renaissancemusik angelehnten Passagen, von denen die Besucher ganz angetan waren. Mit dem Lied „Gabriellas Song“, von Gurt Gäble arrangiert, ging es dann musikalisch nach Schweden weiter. Den gesanglichen Part dieses Musikstückes übernahm Musikerin Sigrid Albrecht, die dafür spontanen Beifall des begeisterten Publikums erhielt.

Über den „großen Teich“ gings dann beim nächsten Stück „Santana“. Das großartige Medley „Santana – a portrait“ ist in einem durchgängigen Tempo geschrieben. Die Solopassagen für Es-Saxophon spielten Sarah Ehrenfried und Bernd Albrecht. „Black Jack“ aus Belgien, geschrieben von Johan Evenepoel, war der nächste Liedbeitrag, sowie das effektvoll arrangierte Medley mit dem Titel „Hans-Zimmer-Meilensteine der Filmmusik“ das Stücke aus den Filmen „Miss Daisy und ihr Chauffeur, Gladiator, Madagascar, Crimson Tide, In tiefster Gefahr, Der König der Löwen und Fluch der Karibik“ enthielt. Dieses mit großer Perfektion gespielte Stück bildete zugleich schon den Abschluss des Jahreskonzertes.

Die Vorsitzende Patricia Dörr bedankte sich bei allen Helfern, die vor und hinter der Bühne zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Ihr Dank galt auch Sigrid Albrecht für die Moderation des Abends, sowie den Musikern für ihr Engagement und die intensive Probearbeit während des Jahres und insbesondere vor dem Konzert.

„Hervorragendes Können“

Bürgermeister Jürgen Galm bedankte sich bei der Stadt- und Feuerwehrkapelle für diesen tollen Konzertabend, bei dem sie ihr hervorragendes Können gezeigt haben. Sein Dank galt auch den geehrten Mit-gliedern für ihre langjährige Treue zum Verein.

Nach lang anhaltendem Beifall spielte die Kapelle als erste Zugabe „I will follow him“, der Song wurde bereits 1963 durch Peggy March ein großer Erfolg. Bevor es noch zu einer weiteren Zugabe kam, bedankte sich Dirigent Edgar Adelmann bei seinen Musikern für dieses tolle Konzert. Es würde ihn freuen, wenn man weiterhin so gut zusammenarbeite, um so tolle Konzerte spielen zu können. Sein Dank galt auch dem Vorstandsteam Patricia Dörr und Fabian Ebelle für die stets gute Zusammenarbeit. Mit dem letzten gespielten. weltbekannten und immer wieder gern gehörten Musikstück dem „Radetzky Marsch“, komponiert von Johann Strauß Vater, verabschiedeten sich die Musiker nach diesem vielseitigen Jahreskonzert von den begeisterten Besuchern.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 29.11.2019

 

 

Am Wochenende in Osterburken Stadtgartenfest war von der Sonne verwöhnt / Blasmusikfreunde kamen voll auf ihre Kosten

Entenrennen stellte einen Höhepunkt dar

Osterburken.Von der Sonne verwöhnt war das am Wochenende vom Musikverein Osterburken veranstaltete traditionelle Stadtgartenfest, verbunden mit zahlreichen musikalischen Höhepunkten sowie dem neunten „Borkemer Entenrennen“.

An allen drei Tagen fanden viele Besucher und Freunde der Blasmusik den Weg zum Fest, um im Schatten der uralten Bäume im Stadtgarten einige gemütliche Stunden zu verbringen.

Das Fest begann am Samstagnachmittag mit dem obligatorischen Bieranstich. Danach spielte die „Polka-Besetzung“ der Stadt- und Feuerwehrkapelle im Festzelt zur Unterhaltung auf, die am Abend von der Band „Dirty 30’s“ abgelöst wurde.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Kirchgänger zum ökumenischen Familiengottesdienst, der unter dem Motto „Nehmt Gottes Melodie in euch auf“ von Diakon Bernhard Wörner und Prädikantin Ulrike Quoos gestaltet wurde.

Danach kamen die Blasmusikfreunde auf ihre Kosten, zunächst die Blaskapelle Gommersdorf, dann der Musikverein Seckach.

Immer wieder eine Höhepunkt ist das „Borkemer Entenrennen“, das zum neunten Male durchgeführt wurde. Mehr als 260 Enten gingen auf dem Mühlkanal an den Start – und schwammen teils schnell oder auch sehr gemächlich dem Ziel an der Brücke entgegen.

Viele Schaulustige verfolgten das Spektakel in der Hoffnung, dass ihre Ente am Ende die Nase vorn haben möge. Moderiert wurde das Rennen wie immer gekonnt von der Vorsitzenden Patricia Dörr, die auch die Siegerehrung vornahm – und sich dabei über die große Resonanz freute.

Sachpreise für die Gewinner

Den ersten Platz belegte die Ente mit der Startnummer 197 von Jano Baumgartner, gefolgt von der Ente mit der Nr. 110 von Ingrid Zander. Auf den dritten Platz schwamm die Ente mit der Nr. 105 von Alfred Blatz. Vierte wurde die Ente von Raphael Heidel mit der Nummer 73, Fünfte die Ente von Chiara Albrecht mit der Nr. 13.

Bis zum zehnten Platz wurden Preise verteilt. Langsam und gemächlich schwamm die Ente von Pia Baumgartner durch den Mühlkanal – und kam als letzte Ente ins Ziel. Ein Dank der Vorsitzenden ging an alle Spender, die das Rennen wieder mit Sachpreisen unterstützt haben.

Am späten Nachmittag spielte der Musikverein Merchingen zur Unterhaltung auf.

Seniorennachmittag

Am Montag begann das Fest mit einem Firmen- und Behördenessen, dem sich ein Seniorennachmittag, organisiert von Sigrid Albrecht, anschloss. Hierbei gab auch Osterburkens „Musikeroriginal“ Peter Morbitzer viele seiner Lieder zum Besten.

Ein kurzes, heftiges Gewitter am späten Nachmittag tat dem Fest kei-nen Abbruch. Zum Festausklang spielte die Stadt- und Feuerwehrkapelle unter Leitung von Edgar Adelmann. Sie unterhielt die Besucher im voll besetzten Festzelt und bei bester Stimmung bis spät in die Nacht.

   
© Musikverein Osterburken e.V.